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u.A.w.g. Kulturpolitische Strategien - Anspruch und Wirklichkeit
Die Gemeinschaft der europäischen Kulturinstitute in Berlin konstituierte sich im Februar 2003 mit der Zielsetzung, einen Dachverband zu gründen, der die gemeinsamen Interessen der Kulturinstitute, insbesondere der europäischen Institute in der Hauptstadt zum Tragen bringt. Die Gemeinschaft versteht sich als Forum, in dem die im Zuge der Vereinigung Europas entstehenden neuen kulturpolitischen Herausforderungen, Interessen, Probleme und Fragen gemeinsam diskutiert werden.
Europa ist seit Jahrtausenden ein gemeinsames kulturelles Projekt. Griechische Antike, Römisches Recht, eine jüdisch/christliche Tradition, Humanismus, Rationalismus und Aufklärung haben den europäischen Kontinent kulturell geprägt. Die europäische Vereinigung als demokratisches Projekt ist sowohl im politischen wie auch im kulturellen Bereich ein unabgeschlossener Suchvorgang. Im Rahmen der Konferenz U.A.w.g. Kulturpolitische Strategien - Anspruch und Wirklichkeit möchten wir das kulturelle Laboratorium Europa näher beleuchten.
Hat Europa einen kulturpolitischen Auftrag? Soll/Kann das politisch gemeinsame Europa ein gemeinsames kulturelles Programm aufzeigen? Welche Konsequenzen hat die EU-Erweiterung für die nationalen Kulturen (und dadurch für die nationalen Kulturinstitute)? Welche neuen Aufgaben ergeben sich für die Zukunft? Ist die Vertretung nationaler Kulturen im neuen europäischen Kontext noch zu rechtfertigen?
Woran orientiert sich ein gemeinsames europäisches Kulturmanagement? Ist die Kulturförderung der EU ausreichend? Bleibt die entscheidende finanzielle Förderung der Kultur Sache der Regionen?
Hat Kultur eine allgemein verständliche Sprache? Wie soll das Eigene im Fremden dargestellt werden? Welches Bild soll/kann über das eigene Land vermittelt werden? Ist die Gefahr der subjektiven Selbstdarstellung, nicht zu groß? Kann man den Verlust bei der „Übersetzung“ in einen Gewinn bei der Adaptation verwandeln? Wie ist das Verhältnis von Verlust und Gewinn bei der Übertragung? Welche Beachtung findet die Kultur des Gastgeberlandes bei der Übertragung?
Sind Kulturveranstaltungen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein unnötiger Luxus? Welche Strategien sind erfolgversprechend? Wer gewährleistet die Qualität der Veranstaltungen?
Was nicht im Internet oder in der Zeitung steht, existiert nicht!? Welche Rolle spielen die Medien in der Kulturarbeit?
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